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Sonnenschutz - Deine Haut richtig schützen

Warum ist Sonnenschutz so wichtig?

Der richtige Sonnenschutz ist nicht nur relevant für die kurzfristige Vorbeugung von Verbrennungen, er ist auch der wichtigste Faktor für die Prävention von weißem Hautkrebs (spinozelluläres Karzinom), und in den letzen Jahren auch immer stärker von schwarzem Hautkrebs (maligne Melanom).

Während lange Zeit das Risiko von übermäßiger UV-Strahlung noch als gering eingeschätzt wurde, so hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass sie die wichtigste umweltbedingte Melanomursache darstellt. Und nicht nur das, die Tendenz der Neuerkrankungen steigt stetig rasant an. Nach einer Erhebung der KKH (Kaufmännischen Krankenkasse) hat die Zahl der Hautkrebserkrankungen innerhalb der vergangenen zehn Jahre deutlich zugenommen. 2017 erhielten nach KKH-Daten 87 Prozent mehr Männer und Frauen die Diagnose schwarzer Hautkrebs als 2007. Beim weißen Hautkrebs gab es sogar einen Anstieg um 145 Prozent.

Durch den richtigen Sonnenschutz kann das Risiko auf eine Erkrankung jedoch bedeutend reduziert werden. So können schon einfache Schritte dabei helfen, die Gefährdung maßgeblich zu verringern. Informationen darüber, was genau bei einem Sonnenbrand in der Haut passiert, welche unterschiedlichen Arten des Schutzes es gibt, was man welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen und worauf man dabei achten sollte, sind in diesem Artikel zu finden.

Was passiert, wenn man seine Haut nicht richtig vor der Sonne schützt?

Es wird also wiederholt vor Sonnenbrand und dem erhöhten Krebsrisiko gewarnt. Aber was genau passiert eigentlich genau dabei unter der Haut? Dies werden wir uns im Folgenden Abschnitt genauer ansehen:

Es gibt drei Eben, in denen ein Sonnenbrand in der Haut Schäden anrichtet.

In der ersten Ebene wird die obere Schicht der Haut angegriffen. Die Pigmentzellen produzieren Farbstoffe und senden diese an die Hautzellen, um sie zu schützen. Wird eine bestimmte Schwelle an UV Strahlung überschritten, kommt es zu einer Rötung. Einige der Zellen werden beschädigt und es entsteht eine Entzündung. Diese sorgt dafür, dass alle veränderten Zellen vernichtet werden und nur eine gesunde Hautschicht zurückbleibt.

Auf einer zweiten Ebene zerstört die UV Strahlung Abschnitte der DNA innerhalb der sich ständig reproduzierenden Zellen. Die geschädigte Erbinformation wird im Teilungsprozess fehlerhaft weitergeben, so entstehen neue Hautzellen mit nachhaltig verändertem Erbgut. Kommt es zu mehreren Veränderungen im einem bestimmten Genabschnitt, kann dies Hautkrebs auslösen. So wird jeder einzelne Sonnenbrand in der DNA gespeichert. Je öfter dies passiert, desto höher auch das entsprechende Risiko zu erkranken.

Auf der dritten Ebene dringt die Strahlung in die Lederhaut ein, wo das Bindegewebe produziert wird. Auch hier werden die dafür zuständigen Zellen nachhaltig geschädigt und ihre Funktionsfähigkeit nimmt ab. In diesem Prozess wird das Bindegewebe weniger, spröder und trockener. Die Hautalterung durch Licht, das sogenannte “Photoaging”, findet in verstärktem Maße statt. Es entstehen Falten.

(Im Gesicht ist die UV Strahlung sogar für bis zu 80% der Faltenbildung verantwortlich!)

Welche Arten des Sonnenschutzes gibt es?

Es gibt mehrere Art- und Weisen sich vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Zum einen gibt es einfache, effektive Schritte- und Maßnahmen, die man auch ohne Produkte aus der Apotheke, dem Supermarkt oder der Drogerie umsetzen kann. Diese sind leider auch die am wenigsten beliebten, da sie erfordern, seine eigenen Gewohnheiten wesentlich einzuschränken. Diese werden unter dem Punkt “handlungsbezogener” Sonnenschutz behandelt.
Zum anderen gibt es noch den “synthetischen” Sonnenschutz bzw. Sonnenschutz zum einschmieren. Dieser setzt auf künstliche Weise den Eigenschutzfaktor der Haut herauf und hilft so, eine wirkungsvolle Prävention zu gewährleisten.
Weiterhin

Hierbei gilt jedoch: Handlungsbezogener und synthetischer Sonnenschutz sollten nicht getrennt voneinander gesehen werden. Beide Arten sind gleichermaßen wichtig und sollten komplementär umgesetzt werden, da nur so eine bestmögliche Wirksamkeit gewährleistet werden kann.

Arten des handlungsbezogenen Sonnenschutzes

Es gibt mehre Möglichkeiten, sich effektiv durch eine Anpassung der eigenen Handlungen vor der Sonne zu schützen:
 

1. Schatten

Im Schatten ist die UV Strahlung deutlich geringer als in der prallen Sonne, dementsprechend ist es sinnvoll, sich so viel wie möglich darin aufzuhalten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass man auch hier immer noch über 50% des Risikos ausgesetzt sein kann. Die Reflexion der Umgebungsstrahlung spielt dabei eine maßgebliche Rolle. Am Strand liegt dieser Wert durch die Spiegelung von Wasser und Sand sogar noch höher, es können hier bis zu 85% der UV Strahlen an die Haut gelangen. Darüber hinaus sollte man sich im Klaren sein, dass Wolken wieder erwarten nicht vor UV Strahlung schützen. Ganz besonders im Sommerurlaub in Südländern ist dies entscheidend. Um also eine effektive Prävention zu gewährleisten, sollte auch dann ein synthetischer Sonnenschutz aufgetragen werden.  
 

2. Mittagssonne meiden

In der Mittagszeit ist die Strahlungsintensität am höchsten. So empfehlen Experten, sich zwischen 11.00 und 15.00 Uhr nicht oder so wenig wie möglich in der Sonne aufzuhalten. Das Kieler Institut für Klimatologie konnte sogar nachweisen, dass zwischen 12 Uhr und 16 Uhr in der Sommerzeit 80 Prozent der gesamten UV-Strahlung binnen dieser vier Stunden ausgesendet werden.
 

3. Haut langsam an die Sonne gewöhnen

Es empfiehlt sich, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen. Dies gilt auch für das Frühjahr. Es reicht schon aus, sich nach dem Winter erst mal ein paar Minuten pro Tag in der Sonne aufzuhalten. Im Gegensatz zum Vortrag kann die Zeit immer um ein wenig verlängert werden.
 

4. Vergiss das Schönheitsideal der Bräune und verzichte auf übermäßige Sonnenbäder!  

Das Schönheitsideal einer gebräunten Haut ist im Westen noch immer dominierend. Es soll von Vitalität und Gesundheit zeugen. Und in Maßen sind Sonnenstrahlen auch gesund und notwendig.  Sie sind für die Vitamin D Produktion im Körper unerlässlich, die wiederum für den Aufbau und Erhalt von Knochen erforderlich sind. Dafür reichen allerdings schon wenige Minuten am Tag aus. Es gilt: Zwei- bis drei Mal die Woche sollte man Gesicht, Hände und Arme unbedeckt für die Hälfte der Zeit, in der man sonst ungeschützt einen Sonnenbrand bekäme, ohne Sonnenschutz in die Sonne halten. Bei einem Menschen mittleren Hauttyps (bzw. Hauttyp III siehe unten) wären das bei einer hohen UV-Intensität (UV-Index 7) etwa 10-15 Minuten. Übermäßiges Sonnenbaden hingegen lässt die Haut schneller altern und steigert das Hautkrebsrisiko immens.
 

5. Durch Kleidung schützen!

Kleidung schützt am besten vor UV Strahlung, wobei manche Stoffe durchlässiger sind als andere.
Dunkle, dicht gewebte Materialen sind dabei am wirkungsvollsten, helle, leichte Stoffe etwas weniger. Auf manchen Kleidungsstücken kann man sogar über den UPF - den Ultraviolet Protection Factor - die Stärke des Sonnenschutzes einsehen. Ein leichtes weißes T-Shirt hat zum Beispiel den UPF 10, dies bedeutet, dass dann nur noch ein Zehntel der UV-Strahlung auf die Haut gelangt. Man sollte aber auch beachten, das Wasser einen Einfluss auf den Schutzfaktor von Kleidung hat. Wird das gleiche T-Shirt beim Schwimmen nass, sinkt der UPF auf 5, es werden also  noch 20 Prozent der UV Strahlung durchgelassen.
Wer sich besonders schützen möchte, kann auch nach Spezialkleidung mit UPF Werten von 50-80  Ausschau halten.
 

Synthetischer Sonnenschutz:

Chemische vs. Mineralische Sonnencreme:

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von synthetisch hergestelltem Sonnenschutz zum einschmieren. Hierbei stehen auf der einen Seite die Produkte mit chemischen UV Filtern, und auf der anderen Seite diese, die physikalische Filter verwenden. Deren Funktionsweise, sowie die die damit zusammenhängenden Vor- sowie Nachteile wollen wir uns hier genauer ansehen:

Chemische Filter:

Chemische UV Filter funktionieren so, dass die enthaltenen Substanzen molekular verteilt in die Haut eindringen und gemeinsam mit ihr einen Schutzfilm bilden. In der Elektronenhülle der Filterstoffe wird die Strahlung in harmloses Infrarotlicht bzw. Wärme umgewandelt.

Produkte die sich dieser Art des Sonnenschutzes bedienen haben den Vorteil, dass sie schnell in die Haut einziehen und sich später auch wesentlich leichter wieder von der Hautoberfläche entfernen lassen.

Es ist jedoch wichtig einen genauen Blick auf die jeweiligen Inhaltsstoffe zu werfen. Problem bei den meisten konventionellen Cremes ist, dass die verwendeten UV Filter durch die Haut durch dringen und so in den Blutkreislauf gelangen. Da viele davon noch nicht genug erforscht sind und unter Verdacht stehen, hormonell zu wirken, den Stoffwechsel zu stören oder zusätzlich Allergien auszulösen, sollte man manche dieser Bestandteile besser vermeiden. Dazu zählen zum Beispiel Octocrylene, Benzophenone und Ethylhexylmethoxycinnamat, uvm.

Hinzu kommt, dass viele der herkömmlichen Cremes Mikroplastik und Inhaltsstoffe, wie Paraffine, enthalten, die aus Erdöl hergestellt wurden und nur sehr schwer abbaubar sind. Sie gelangen über das Grundwasser oder beim Schwimmen in die Umwelt und so auch in die Nahrungskette. Wem also Nachhaltigkeit wichtig ist, sollte dies zusätzlich in Betracht ziehen.

Mineralische bzw. Physikalische Filter:

Mineralische Filter wandeln im Gegensatz zu Ihrem chemischen Gegenpart die UV Strahlung nicht in Wärme um, sondern reflektieren und streuen das einfallende Licht, so dass es nicht unter die Haut dringt. Sie bestehen aus winzigen Partikeln, die weitgehend auf der Oberfläche haften bleiben. Der Name kommt daher, dass die enthaltenen Substanzen in der Natur in Form von Mineralien vorkommen, hierbei geht es schwerpunktmäßig um die Metalloxide Titandioxid und Zinkoxid. Sie finden Ihre Anwendung in der Regel in zertifizierter Bio-Naturkosmetik.

Diese Wirkungsweise hat den Vorteil, dass auf kritische, chemische Inhaltsstoffe verzichtet werden kann. Zudem enthalten sie kein Mikroplastik o.ä., sie sind umweltfreundlich und natürlich abbaubar. Im Allgemeinen gelten sie als nicht gesundheitsschädlich. Sie zeihen jedoch nur sehr langsam- oder zum Teil fast gar nicht in die Haut ein und hinterlassen oft einen weißen Film auf der Haut. Doch auch in letzter Zeit werden immer mehr Stimmen laut, die auch die Bestandteile von mineralischen Sonnencremes kritisieren. Dabei geht es zum einen um den Inhaltsstoff Titanoxid , sowie um die Verwendung von Nanopartikeln . Diese Stoffe sind zwar nicht nachgewiesenermaßen schädlich für die Anwendung auf der Haut, man sollte jedoch die Entwicklung genauer im Auge behalten.

Fazit:

Beide Arten von synthetischem Sonnenschutz haben Vor-, aber auch Nachteile - welcher Cremetypus ist also letztendlich besser? Fazit: Beide - Es kommt auf die spezifischen Inhaltsstoffe und die persönlichen Prioritäten an. Alle Anforderungen erfüllt kein Produkt. So sind im allgemeinen mineralische Cremes besser für die Umwelt und das Risiko von gesundheitlichen Nebenwirkungen deutlich geringer. Der weiße Film kann jedoch wirklich störend wahrgenommen werden und die Risiken um die Inhaltsstoffe Titandioxid und Nanopartikel müssen erst noch abschließend erforscht werden. Was den chemischen Schutz angeht, so hat dieser den deutlichen Vorteil, dass er schnell einzieht, aber gleichzeitig das Problem der nachgewiesenen, schädlichen Bestandteile, wie Octocrylen, etc. Wenn man jedoch beim Kauf genau darauf achtet, können auch hier schädliche Inhalte vermieden werden. Es muss also letztendlich jede(r) für sich selbst entscheiden, was ihr/ ihm beim Kauf einer Sonnencreme wichtig ist.

Gibt es natürliche Erzeugnisse, die man als Sonnenschutz anwenden kann?

In unterschiedlichen Beautyzeitschriften- und Ratgebern kann man zuweilen lesen, das auch pflanzliche Öle (z.B. Kokosööl, Jojobaöl, Nussöl, Olivenöl, Avocadoöl, Sesamöl, Hanföl, etc.) als Sonnenschutz verwendet werden können. Die Behauptung, dass diese Produkte einen eigenen Lichtschutzfaktor besitzen, ist zwar nicht grundsätzlich falsch, er weckt jedoch auch falsche Erwartungen. So hat z.B, Kokosöl den LSF 6 und Olivenöl den LSF 1, als wirksamer Schutz gegen UV Strahlen sind sie allerdings nicht geeignet. Das liegt unter anderem nicht nur an dem niedrigen Schutzfaktor, sondern auch daran, dass dadurch nur UV-B und keine UV-A-Strahlen , die für die Hautalterung verantwortlich sind, abgeblockt werden. Hautärzte raten deswegen nachdrücklich davon ab, diese als Ersatz für synthetische Sonnencremes zu verwenden.

Wer jedoch unbedingt darauf besteht, Sonnenöl für die Intensivierung der Bräunung zu verwenden, sollte dies nur in Verbindung mit richtiger Sonnencreme tun oder ein Öl mit künstlichem Lichtschutzfaktor kaufen.

Die richtige Sonnencreme ausgewählt und - was nun?

Nach der Auswahl einer passenden Sonnencreme, gibt es ein paar Anwendungsregeln, die für eine optimalen Schutz entscheidend sind:

1.Richtig eincremen:

Die Creme sollte mindestens 20, am Besten 30 Minuten, vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden. Nur so kann sie Ihre volle Wirkung entfalten. Hierbei ist auch die richtige Menge entscheidend, diese entspricht in etwa einem vollen Schnapsglas bzw, 3 Esslöffeln. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden beim eincremen keine Stellen auszulassen, wie zum Beispiel die Ohren und die umliegende Haut, Nase, Augenlider, Lippen, Fuß- und Handrücken usw.

2. Wiederholt eincremen:

Wiederholtes eincremen erneuert den Schutz der Sonnencreme, der nach und nach abnimmt. Ganz besonders nach dem Schwimmen sollte dies berücksichtig werden, da dabei die Wirksamkeit selbst bei wasserfesten Sonnencremes um circa 50% reduziert wird. Nach der internationalen Norm ist es Herstellern sogar erlaubt ein Produkt als “wasserfest” zu bezeichnen, selbst wenn nach zweimal 20 Minuten Baden nur noch die Hälfte des ursprüng¬lichen Schutzes vorhanden ist. Es ist also Vorsicht geboten.

3. Den Lichtschutzfaktor verstehen und beachten:

Um die Zeit, die man geschützt in der Sonne verbringen kann, abschätzen zu können, muss man zunächst verstehen, wie sich der Lichtschutzfaktor (LSF) berechnet und zu dem eigenen Hauttyp verhält. Allgemein wird hierbei von 6 unterschiedlichen Hauttypen gesprochen:

Hauttyp I: sehr helle Haut, rothaarig bis hellblond, bräunt fast gar nicht, sehr viele Sommersprossen, bekommt sehr leicht Sonnenbrand. Eigenschutzzeit unter 10 Minuten.

Hauttyp II: helle Haut, hellbraunes bis blondes Haar, bräunt minimal, viele Sommersprossen, bekommt häufig Sonnenbrand. Eigenschutzzeit 10 bis max. 20 Minuten.

Hauttyp III: helle bis mittlere Hautfarbe, dunkleres Haar, bräunt langsam (mittel), bekommt manchmal Sonnenbrand, Sommersprossen. Eigenschutzzeit 20 - 30 Minuten.

Hauttyp IV: bräunliche Haut, dunkle Haare, bräunt schnell (dunkel), keine Sommersprossen, bekommt fast nie Sonnenbrand. Eigenschutzzeit 30-40 Minuten.

Hauttyp V: dunkle Haut, dunkelbraune bis schwarze Haare, bräunt immer (sehr dunkel), keine Sommersprossen, bekommt praktisch nie Sonnenbrand. Eigenschutzzeit ca. 60 Minuten.

Hauttyp VI: tief dunkle Haut, schwarze Haare, keine Sommersprossen, bekommt praktisch nie Sonnenbrand. Eigenschutzzeit ca. 90 Minuten.

Der entsprechende Lichtschutzfaktor (LSF), der auf den Verpackungen der geläufigen Cremes finden lässt, berechnet sich wie wie folgt:

Eigenschutzzeit der Haut x LSF = Zeit die man geschützt in der Sonne verbringen kann

Das heißt zum Beispiel, dass eine Person vom Hauttypus II mit einer Eigenschutzzeit von 10 Minuten nach dem Auftragen einer Creme mit dem Lichtschutzfaktor 20 sich im Anschluss max. 200 Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ab dem Moment, zu dem das jeweilige Produkt aufgetragen wurde, zählt die Zeit. Hierbei ist wichtig zu beachten:

Wiederholtes auftragen der Creme verlängert nicht die Dauer, in der man sich in der Sonne aufhalten kann, sondern erneuert nur den Schutz!

Zudem sollte man beachten, dass der Eigenschutzfaktor der Haut in südlichen Ländern oder im Gebirge herabgesetzt wird, da dort die UV Strahlung stärker ist als zum Beispiel in Deutschland. Dort sollte man also eine Creme mit einem höheren LSF wählen und/oder sich kürzer in der Sonne aufhalten.

Hinweis:

Kinder müssen unabhängig von dem Hauttypus besonders geschützt werden. Es reicht nicht aus, lediglich das obige Schema anzuwenden. Ihre Haut ist noch sehr dünn und der UV-Eigenschutz muss sich in den ersten Lebensjahren erst noch entwicklen. Säuglinge und Kleinkinder bis zu einem alter von 2 Jahren sollten überhaupt nicht ungeschützt der prallen Sonne ausgesetzt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie sich so viel wie möglich im Schatten aufhalten, eingecremt sind, ausreichend Kleidung, einen Hut, etc. tragen. Frühschäden der ersten drei Jahre können auch Jahrzehnte später noch zu Hautkrebs führen.

Zusammenfassung:

Durch den richtigen Sonnenschutz können also effektive Prävention vor Hautkrebs und Hautalterung betrieben werden. Das liegt daran, dass die Haut bei einem Sonnenbrand in drei Ebenen geschädigt wird: In der ersten Ebene kommt es zur Rötung und Entzündung, in der zweiten Ebene wird die DNA der Hautzellen geschädigt, was zu Krebs führen kann, und auf der dritten Ebene wird in der Lederhaut die Hautalterung vorangetrieben. Um dem vorzubeugen gibt es die Möglichkeit seine Handlungen anzupassen, dazu gehört sich so viel wie möglich im Schatten aufzuhalten, die Mittagssonne bestmöglich zu meiden, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen, übermäßiges Sonnebaden zu vermeiden und sich durch Kleidung zu schützen. Zudem kann man durch die Verwendung chemischer und physikalischer Sonnencremes die Eigenschutzzeit der Haut heraufsetzen. Welche Creme am besten zu einem passt, ist vor allem von den eigenen Präferenzen abhängig. Kriterien bei der Auswahl sind dabei Nachhaltigkeit, Verträglichkeit, sowie schnelles Einziehen des Produktes. Natürliche Öle sind hingegen nicht als Sonnenschutz geeignet. Nachdem man die richtige Creme für sich gefunden hat, gibt es noch ein paar Punkte auf die man danach achten sollte. Man sollte sich auf jeden Fall vor dem Sonnenbaden rechtzeitig und gründlich einschmieren, das Produkt wiederholt auftragen und zudem die Zeit, die man sich geschützt in der Sonne aufhalten kann mit dem eigenen Hauttypen richtig berechnen und sich daran halten.

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